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S c h w e r p u n k t
Domino
Domino mag auf den ersten Blick einfach aussehen,
aber das Spiel erfordert eine sorgfältige Planung
und Strategie, um erfolgreich zu sein.
Die erste Person, die alle ihre Steine anlegen konnte, ist
die Gewinnerin dieser Runde. Wenn niemand mehr anle-
gen kann, aber alle noch Steine besitzen, gewinnt die Per-
son mit der tiefsten Summe bei den übrigen Steinen. Dem
Gewinner wird die Summe aller übrig gebliebener Spiel-
steine gutgeschrieben. Hatte er auch noch Steine wird
diese Summe abgezogen. In der Regel wird auf 100 Punkte
gespielt.
Foto: Karolina Grabowska
Strategie
Würfel und Domino Domino ist ein relativ einfaches Spiel. Trotzdem gibt es
Auf 21 Steinen findet man alle Möglichkeiten, die man mit ein paar strategische Punkte zu berücksichtigen:
zwei Würfeln werfen kann. Jede Hälfte eines Domino- Spiele möglichst früh deine Doppelsteine. Doppel-
steins steht für eine Würfelfläche. Meist ist noch die Null steine können dich blockieren, weil sie die Möglich-
ergänzt, so dass ein Standard-Domino aus 28 Steinen be- keiten des Anlegens einschränken.
steht.
Spiele deine hohen Spielsteine möglichst früh. So be-
kommt dein Gegner, wenn er gewinnt, nicht zu viele
Grundregeln Punkte gutgeschrieben.
Die Steine werden so gelegt, dass Enden mit der gleichen Halte deine Optionen möglichst lange offen und ver-
Augenzahl einander berühren. Steine, deren beide Enden suche so lange wie möglich von jeder Augenzahl ei-
die gleiche Zahl zeigen, nennen sich Doppelsteine. Diese nen Stein zu behalten.
werden immer quer an ein Ende mit gleicher Augenzahl
angelegt. Die Spielrichtung erfolgt in landesüblicher Erkenne die Schwäche deines Gegners. Wenn ein
Weise (in Deutschland zum Beispiel im Uhrzeigersinn, in Mitspieler passen muss, merke dir bei welchen
der Schweiz gegen den Uhrzeigersinn). Zahlen dies der Fall ist.
Merke dir welche Steine schon gespielt sind und wel-
Spielablauf che Steine noch in deinem Besitz sind. So kannst du
Mische die Dominosteine und lege sie auf die Seite des herausfinden, was dein Gegner noch für Steine be-
Tisches, so dass eine gute Spielfläche in der Mitte entsteht. sitzt. Ähnlich wie beim Jass, zähle die Karten/Steine.
Bei 3 Personen nimmt sich jeder Mitspieler 7 Steine und
stellt sie vor sich hin, so dass die anderen die Vorderseite
nicht sehen können. Bei 4 Personen nehmen sich die Mit-
spielenden 5 Steine.
Die Spielenden müssen sich einigen wie der Start des
Spiels sein soll. Möglichkeiten sind:
Jeder Spieler nimmt einen Doppelstein von seinen Foto: Andrea Riesen
Spielsteinen und der Spieler mit dem höchsten
Doppel beginnt. Geschichte
Jeder Spieler nimmt einen Extrastein vom
Stock/Boneyard. Der Spieler, der den Stein mit der Ähnliche Spiele mit Steinen wie Domino gehen in das 11. Jahr-
höchsten Gesamtzahl gezogen hat, beginnt. hundert nach China zurück. Das Doppel-Sechser-Domino ist die
Urform und vermutlich mit Marco Polo erstmals aus China nach
Jeder Spieler überprüft seine Spielsteine und sucht Europa gelangt. Das Spiel wurde später, im frühen 18. Jahr-
den Stein mit der höchsten Punktzahl heraus. Wer die hundert zuerst in Italien gefunden und hat sich dann nach
höchste Punktzahl hat, beginnt. Frankreich verbreitet. Während den Kriegen haben Französische
Gefangene das Spiel nach England mitgebracht. Eine andere
Der Spieler, der an der Reihe ist, legt einen Stein an ein
passendes Ende. Kann man keinen Stein anlegen, zieht Vermutung besagt, dass eine europäische Variante sich unab-
hängig von der chinesischen entwickelt hätte oder, dass italien-
man einen aus dem Stock / Boneyard und setzt aus, das ische Mönche das Spiel aus China mitgebracht hätten.
heisst der nächste Spieler ist an der Reihe.
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