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S c h w e r p u n k t
My City Roll & Write
Im Kapitel 1 üben wir uns im Land-
Überbauen. Im Kapitel 2 kommen
Kirchen dazu. Im Kapitel 3 begin-
nen wir am Sägewerk und es kom-
men Hochgebirge, überbaubarer
Wald und Gold hinzu und im Kapi-
tel 4 wollen Banditen unser Gold
plündern, was wir mit Umzingeln
und Burgenbauen zu verhindern
versuchen.
Es beginnt ganz einfach mit 1-5 Felder eintragen am Fluss.
Das nächste Würfelergebnis trage ich angrenzend ans erste
ein. Wald und Gebirge darf ich nicht überbauen und wenn
Bäume offen bleiben, gibt es Pluspunkte. Steine versuche
«My City Roll & Write» spiele ich sehr gerne, da es sehr ich zu überdecken, denn die geben am Schluss Minus-
abwechslungsreich ist und sich wie eine fortlaufende Ge- punkte. Auch alle Leerfelder ergeben Minuspunkte.
schichte anfühlt. Es ist auch für Spieleinsteiger gut geeig- Das ganze Spiel hat mir sehr gefallen, doch wie es bei
net. Als Solospiel oder aber bis zu 6 Personen. Wir haben Würfelspielen üblich ist, hoffe ich jedes Mal auf das grosse
es auch schon in grosser Gruppe oder per Zoom gespielt. Glück.
Es sind alle immer dabei. Einzig die Spezialwürfel werden
von einer Person geworfen und alle tragen die Felder pas- Elisabeth Bauer
send in das persönliche Blatt ein. Elisabeth Bauer wohnt in Zofingen und
Sachte steigernd gibt es immer neue Herausforderungen. arbeitet für die Ludothek Zofingen. Für
Gesamthaft gibt es 4 Kapitel mit je 3 Spielblättern. Man den Verband der Schweizer Ludotheken
kann jederzeit nur ein Blatt à ca. 20 Minuten spielen, oder erstellt sie jedes Jahr die Einkauftipps
alle hintereinander, was aber sicher einen halben Tag Frühling und Herbst. Letztes Jahr hat sie
Spielspass verspricht. Dabei kann man immer seine Punkt- gemeinsam mit ihrem Mann ungefähr
zahl aufs nächste Spielblatt übertragen und so einen Ge- 200 Neuheiten vorgetestet! Spielen hält
samtsieger ermitteln. die grauen Zellen aktiv und ermöglicht
wunderschöne Spielerlebnisse.
Sagrada
fensters übereinstimmen und gleichfar-
bige Würfel und solche mit gleicher
Augenzahl dürfen nie nebeneinander
abgelegt werden. Ganz schön tricky.
Nebst der Optik und Haptik des Spiels
gefällt mir der Mix aus Glück, Logik
und Strategie. Es gibt verschiedene
Möglichkeiten, Punkte zu erzielen. Al-
les im Blick zu haben, die Sonderzüge
im richtigen Moment einzusetzen und in jeder Runde zu
hoffen, dass niemand einem den passenden Würfel vor der
Nase wegschnappt, machen das Spiel spannend. Und es
bleibt bis zum Schluss ungewiss, ob das Geplante aufgeht
und wer am meisten Punkte erzielt hat. Für mich ein Spiel,
Bei «Sagrada» fasziniert mich schon die schön gestaltete das ich immer wieder gerne mitspiele.
Schachtel. Und wenn man sie öffnet, findet man unter an- Priska Flury
derem süsse, kleine und leuchtende Würfel in fünf Farben.
Mir ging gleich das Herz auf, als ich sie das erste Mal sah. Priska Flury ist Gründerin und Inhaberin der
Firma Creavida – spielen und lernen. Sie
In jeder Runde darf sich jeder Spieler zwei Würfel aussu- spielt beruflich um ihren Lebensunterhalt zu
chen, die er dann regelkonform auf sein Spieltableau ab- verdienen und privat um ihrer Leidenschaft
legt. Dabei müssen Augenzahl und Farbe des Würfels mit nachzugehen.
den Vorgaben auf dem Tableau in Form eines Kirchen-
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